19.08.2009
Voraussetzung für einen echten Dialog ist, dass alle Teilnehmer gleichberechtigt und „auf gleicher Augenhöhe“ miteinander reden, das Ergebnis des Dialogs offen ist und alle teilnehmenden Argumente eine gewisse Legitimität für sich beanspruchen können. Daran – und am gegenseitigen Verständnis und Respekt - fehlt es häufig. Jede Seite beansprucht für sich, im Recht zu sein. Dabei steht das Interesse an einer gemeinsamen Diskussion und an einer gemeinsamen Lösung, leider meist nicht im Vordergrund. Es muss einen aufrichtigeren Dialog zwischen den Kulturen als bisher geben. Dieser darf jedoch keine Einbahnstraße sein. Genauso wie es die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung erfordert, aufeinander zuzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden, muss dies selbstverständlich auch von den Migrantinnen und Migranten gefordert werden.
Leider erleben wir immer wieder dass die Kommunikation im Alltag zwischen den unterschiedlichen Kulturen aufgrund von Sprachschwierigkeiten, Vorurteilen oder der Überzeugung, im Recht zu sein, scheitert. Der Dialog mit den Migranten muss auf gleicher Augenhöhe stattfinden. Die Migranten müssen die Chance auf einen gleichberechtigten Platz in dieser Gesellschaft haben, mit dem Ziel, am gesellschaftlichen Leben mit all seinen Facetten mitwirken zu können. Voraussetzung dafür ist zunächst, dass der gesamte Integrationsprozess auf wechselseitigem Verständnis und Toleranz beruht. Dazu gehört aber auch, dass die Migrantinnen und Migranten sich nicht nur unmissverständlich zu unserer Rechts- und Werteordnung, sondern auch zu ihrer eigenen Verantwortung für einen erfolgreichen Integrationsprozess bekennen. Die gegenseitige Fähigkeit zum Perspektivenwechsel – zum Verständnis der Sichtweise des anderen und entsprechenden Lösungsansätzen - ist eine Überlegungsstrategie, auf die wir weder in Deutschland noch in Europa verzichten können.
Kampf der Kulturen?
Immer wenn unterschiedliche Kulturen in Konflikt miteinander treten, wird meist reflexartig der Ruf nach dem Dialog der Kulturen laut. Dabei scheint eine sachlich fundierte, ent-emotionalisierte Debatte kaum möglich. Emotionen und Schwarz-Weiß-Denken bestimmen die Diskussion, die vom „Kampf der Kulturen“ bis zu „Multi-Kulti“ reicht. Plötzlich fordern Politiker, Künstler und Wissenschaftler aufgelöst, dass die Menschen doch lernen sollten, die Kulturen in ihren unterschiedlichsten Formen zu respektieren, die Vielfalt positiv aufzunehmen und sich zu öffnen. Leider haben die bisherigen Bemühungen um den Kulturdialog nicht den erwünschten Erfolg gezeitigt. Wo liegt das Problem?Voraussetzung für einen echten Dialog ist, dass alle Teilnehmer gleichberechtigt und „auf gleicher Augenhöhe“ miteinander reden, das Ergebnis des Dialogs offen ist und alle teilnehmenden Argumente eine gewisse Legitimität für sich beanspruchen können. Daran – und am gegenseitigen Verständnis und Respekt - fehlt es häufig. Jede Seite beansprucht für sich, im Recht zu sein. Dabei steht das Interesse an einer gemeinsamen Diskussion und an einer gemeinsamen Lösung, leider meist nicht im Vordergrund. Es muss einen aufrichtigeren Dialog zwischen den Kulturen als bisher geben. Dieser darf jedoch keine Einbahnstraße sein. Genauso wie es die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung erfordert, aufeinander zuzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden, muss dies selbstverständlich auch von den Migrantinnen und Migranten gefordert werden.
Leider erleben wir immer wieder dass die Kommunikation im Alltag zwischen den unterschiedlichen Kulturen aufgrund von Sprachschwierigkeiten, Vorurteilen oder der Überzeugung, im Recht zu sein, scheitert. Der Dialog mit den Migranten muss auf gleicher Augenhöhe stattfinden. Die Migranten müssen die Chance auf einen gleichberechtigten Platz in dieser Gesellschaft haben, mit dem Ziel, am gesellschaftlichen Leben mit all seinen Facetten mitwirken zu können. Voraussetzung dafür ist zunächst, dass der gesamte Integrationsprozess auf wechselseitigem Verständnis und Toleranz beruht. Dazu gehört aber auch, dass die Migrantinnen und Migranten sich nicht nur unmissverständlich zu unserer Rechts- und Werteordnung, sondern auch zu ihrer eigenen Verantwortung für einen erfolgreichen Integrationsprozess bekennen. Die gegenseitige Fähigkeit zum Perspektivenwechsel – zum Verständnis der Sichtweise des anderen und entsprechenden Lösungsansätzen - ist eine Überlegungsstrategie, auf die wir weder in Deutschland noch in Europa verzichten können.



