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Kampf der Kulturen oder Multi-Kulti?

Immer wenn unterschiedliche Kulturen in Konflikt miteinander treten, wird meist reflexartig der Ruf nach dem Dialog der Kulturen laut. Dabei scheint eine sachlich fundierte, ent-emotionalisierte Debatte kaum möglich. Emotionen und Schwarz-Weiß-Denken bestimmen die Diskussion, die vom „Kampf der Kulturen“ bis zu „Multi-Kulti“ reicht. Plötzlich fordern Politiker, Künstler und Wissenschaftler aufgelöst, dass die Menschen doch lernen sollten, die Kulturen in ihren unterschiedlichsten Formen zu respektieren, die Vielfalt positiv aufzunehmen und sich zu öffnen. Leider haben die bisherigen Bemühungen um den Kulturdialog nicht den erwünschten Erfolg gezeitigt. Wo liegt das Problem?

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Hanaa zur Integrationspolitik

Integration - eine Herzensangelegenheit

Für mich ist eine erfolgreiche Integration kein Randthema, denn die Stärke Berlins ist seine Vielfalt. Als Treffpunkt von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Biografie,
die hier gemeinsam leben und arbeiten.

Um diese Stärke zu nutzen, müssen wir aus dem Schwarz-Weiß-Denken herauskommen und einen echten Dialog miteinander führen. Einen Dialog „auf gleicher Augenhöhe“.

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Bildung entscheidend für Integration

Nach einer OECD-Untersuchung in 17 wichtigen Industrienationen versagt kein Schulsystem so sehr wie das deutsche bei der Förderung von Einwandererkindern. In keinem anderen Land sind danach 15-jährige Migrantenkinder der zweiten Generation - also die bereits in Deutschland geborenen sind - gravierend schlechter als Migrantenkinder der ersten Generation, die zusammen mit ihren Eltern eingewandert sind und noch einen Teil ihrer Schulzeit im Heimatland verbracht haben. Fast jedes fünfte Kind aus Einwandererfamilien verlässt die Schule ohne Abschluss, 40 Prozent haben keinen Berufsabschluss – bei den Migranten aus der Türkei sogar 72 Prozent. Wie Untersuchungen zeigen, hängt gute Bildung in Deutschland offenbar stärker als in anderen Ländern von der sozialen Herkunft ab.

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Hanaa El-Hussein
Hanaa El-Hussein

 

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